Kletterpolitik zeichnet sich maßgeblich durch die
Naturschutzpolitik aus. Bis Mitte der achtziger Jahre gab es aus Sicht des Naturschutzes keine Probleme. Dies
änderte sich jedoch, wohl teilweise auch bedingt durch die enorme Zunahme der Zahl von
Kletterern, bald. Die Naturschutzbehörden verordneten im Zusammenhang mit der
Wiederansiedelung des Wanderfalken umfangreiche Felssperrungen. Da auch der
Naturschutzgedanke bereits in den Kletterregeln der ursprünglichen Satzung enthalten war,
akzeptierten die zuständigen Behörden vorrangig die PK als Interessenvertretung der
Kletterer.
Nach harten Auseinandersetzungen und zum Teil ganzjährigen Felssperrungen
begann man unter Einbindung der im Klettergebiet tätigen Sektionen des DAV sowie einiger führender Sportkletterer, den Dialog zu suchen. Es zeigte sich, daß das Vorhandensein eines, wenn auch damals in der Kletterszene umstrittenen Vereins, für den Erhalt der Klettermöglichkeiten von immenser Wichtigkeit war. Seither nimmt dieser Bereich einen großen Teil der Vereinsarbeit ein. In diesem Zusammenhang wurde, unter Einbindung der Natur- und Umweltschutzverbände, der Arbeitskreis Klettern & Naturschutz Pfalz gegründet. In diesem sind auch die Umweltschutzbehörden der Landkreise vertreten. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten gilt der AK heute als vorbildliche und effiziente Arbeitsgruppe, die in der Kletterlandschaft Deutschlands ihresgleichen sucht.
Die Mitgliedschaft im Verein "Naturpark Pfälzer Wald e.V." ermöglicht Kontakte auf politischer Ebene. Des weiteren ist die PK Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft "Sport und Natur" des Landes Rheinland-Pfalz. Hierin sollen die Interessen von Sport und Natur in Einklang gebracht werden. Im Jahre 1996 wurde die Vereinigung von der früheren Bezirksregierung (heute SGD-Süd in Neustadt/Wstr.) als offizieller Ansprechpartner in Kletterangelegenheiten akzeptiert.
Die PK ist assoziiertes Mitglied im Bundesverband der IG-Klettern und Mitglied in der Kommission Klettern und Naturschutz des Deutschen Alpenvereins und der Kletterverbände in Deutschland. Sie unterstützt hiermit auch die Belange des Kletterns in
anderen Regionen.
So wurde die PK in den letzten beiden Jahrzehnten zur zentralen Interessensvertretung von Kletterangelegenheiten im Naturpark Pfälzerwald.
Der Verein ist dabei "modern" geworden, jedoch ohne den Bezug zu seinen
Traditionen und damit zu den älteren Mitgliedern zu verlieren. Denn nicht zuletzt die
gewachsene Struktur und die traditionsreiche Geschichte halfen der PK das zu werden, was
sie heute ist, ein von allen Seiten akzeptierter Kletterverband.
Durch diese Situation können so großflächige Kletterverbote für die Südpfalz
voraussichtlich vermieden werden. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings auch das
wirklich verantwortungsbewußte Verhalten jedes einzelnen Kletterers. Die Spuren, die
unser Sport zwangsläufig hinterlässt, müssen so minimiert werden, dass die Natur so
wenig wie nur irgend möglich beschädigt wird. Nur so wird es uns gelingen, die
Klettermöglichkeiten in der Südpfalz für die Zukunft zu erhalten.